gedanken, jakobsweg, reisebericht jakobsweg 2017
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Vom Wollen und Wandeln

El Camino de las Estrellas

Hallo ihr lieben Weltenbummler und herzlich Willkommen auf meinem Blog „Carolina Travelina“.

Hier nehme ich Euch mit auf meine Pilger- und Abenteuerreisen, denn ich selbst finde es unglaublich schön und spannend via Blog, Magazinen und Büchern auch mal bei anderen Menschen mit-zu-reisen. Gerne könnt Ihr mich hier „Schritt für Schritt“ um die Welt begleiten.
Inspiriert zum Reisen hat mich vor etwa 5 Jahren das Buch: „Das große Los“ von Meike Winnemuth, welches mich dazu bewegt hat auch selber ein bisschen mehr und intensiver durch die Welt zu wandeln. Hierbei ging es mir vor allem darum auch an meinen Reiseorten meiner Umwelt gegenüber bewusster zu sein, also nicht nur den 1000 Tempel berührt und fotografiert zu haben 🙂 sondern auch an verschiedenen Orten zu leben, Freundschaften zu knüpfen und neue Erfahrungen zu sammeln.
Letztes Jahr und nach ziemlich viel Hin- und Her, nach meinem ersten Staatsexamen, Krankheit, Praktika und sagen wir mal so schön plötzlichen Lebenskonzeptänderungsbedingungen hieß es jetzt:

Was tun mit meiner gewonnen Zeit? Wo will ich denn eigentlich hin? Was will ich erleben?

Eine liebe Freundin bat mich eine Liste zu schreiben mit all dem was ich immer mal tun wollte. Tjaaa und ratet mal was ich auf meine Liste schrieb? In der ersten Woche erstmal gar nichts. Ich wusste einfach gar nicht was ich „will“. Mein Wille war eher mit dem vermischt, was andere Menschen von mir erwarteten und mir empfahlen zu tun. Doch dann füllte die Liste sich Stück für Stück und, immer mehr Punkte kamen dazu, die meisten Ziele waren mir vorher gar nicht bewusst gewesen: Ich wollte das Springreiten anfangen (das letzte Mal ritt ich vor 15 Jahren…), ich wollte nach Russland und hier vor allem mit der transsibirischen Eisenbahn nach Sibirien und in die Taiga, ich wollte nach Namibia und die West Coast in den USA entdecken und zu guter Letzt wollte ich unbedingt auf den Jakobsweg.Und all das habe ich dann auch mit wahnsinnig viel Glück, einer Portion Organisation, einem Klecks Hilfe und einem Schuss Mut realisieren können.

Doch nicht Moskau, nicht Las Vegas, nicht die Nationalparks in Afrika haben mich nachhaltig verändert, sondern meine etwa 30-tägige Pilgerreise von Pamplona nach Santiago de Compostela.

Morgens auf dem Jakobsweg

Und da ich auch nach einem Jahr den Jakobsweg nicht aus meinem Kopf bekomme und hierbei vor allem nicht das unglaublich gute Gefühl, dass ich dort hatte – den „Jakobsweg-Spirit“, zieht es mich nun wieder zurück nach Spanien. Diesmal möchte ich meine Reise auch ganz pilgergetreu „richtig“ anfangen – wobei es, natürlich kein richtig oder falsch gibt – doch unter Jakobsweg-Pilgern meint man hiermit of Saint-Jean-Pie-du-Port.

Nun möchte ich also in SJP starten und Euch ein wenig auf der Pilgerreise mitnehmen, vielleicht kann ich ja den ein oder anderen dazu inspirieren sich ganz dem Motto „Ich bin dann mal weg“ dem Pilgerstrom anzuschließen, seinen Rucksack zu schnallen und sich von den Pyrenäen bis nach Santiago auf den Weg in die Welt und das Leben zu machen.


Hier geht es zum Beginn meines Jakobsweges 2018:

Camino Tag 0: „Le long de la route“

Und hier geht´s zu meinen Lieblingserlebnissen vom Jakobsweg 2017:

Über die Magie des Weges Teil I

Über die Magie des Weges Teil II

2 Kommentare

  1. Holly sagt

    „Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen dazu inspirieren sich ganz dem Motto „Ich bin dann mal weg“ dem Pilgerstrom anzuschließen, seinen Rucksack zu schnallen und sich von den Pyrenäen bis nach Santiago auf den Weg in die Welt und das Leben zu machen.“

    Sehr schön gesagt !!! Es sollten sich noch mehr Menschen auf den Weg nach Santiago machen :). Wir haben dazu aber auch sehr lange gebraucht!

    LG Holly + Tian

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