Alle Artikel in: Reisebericht Jakobsweg 2021

Pilgern zu Corona-Zeiten – Ein Interview, zwei Wege

Vor einigen Wochen sind zwei liebe Pilger den Camino in Corona-Zeiten gelaufen und standen mir für ein kleines Interview zur Verfügung. Jaime, mein Pilgerfreund aus Castilla La Mancha, Spanien den ich selber auf einer Pilgerreise kennen lernen durfte und die liebe Ulla aus NRW, die ich über andere Pilger kennen gelernt habe. Ich freue mich sehr, dass beide Zeit hatten ein paar Fragen zu beantworten und tolle Bilder mitschickten. Die beiden sind zwei ganz unterschiedliche Wege gegangen. Jaime ist den Camino Francés mit seiner Freundin gelaufen und Ulla alleine die Via de la Plata. Warum seid ihr in diesem Jahr den Camino gelaufen? Jaime: Aus religiösen Gründen. Außerdem sind wir letzten Sommer von Burgos nach León gewandert und wollten die Pilgerreise bis nach Santiago beenden. (Original: Por motivos religiosos. Además, el verano pasado hicimos de Burgos a León y queríamos terminar el peregrinar hasta llegar a Santiago.) Ulla: Ich bin in diesem Jahr den Jakobsweg gegangen, weil es für mich die höchste Form der Erholung ist, ich meine Gedanken bearbeiten und loslassen kann. Außerdem bin …

Exklusiv: Pilgern zu Corona-Zeiten – Ein Reisebericht von Raúl Etto

2021 ist ein sogenanntes Heiliges Jahr (Xacobeo). Der Festtag des Heiligen Jakobus, der 25. Juli, fällt auf einen Sonntag, eine Freude für jeden Pilger, denn man bekommt eine Menge Sünden erlassen, wenn, ja wenn man es in diesem Jahr bis Santiago schaffen sollte. Obwohl sich unser Sündenregister einigermaßen in Grenzen hielt, wollten wir es 2021 trotzdem unbedingt versuchen. Der Papst hat das diesjährige Heilige Jahr zwar auf 2022 verlängert, aber wir wollten nicht warten. Das nächste Heilige Jahr wird 2027 sein. Eine Reisebeschreibung von Raúl Etto Vorwort Seit einigen Jahren sind wir vom Pilgerfieber erfasst, seitdem wir 2015 den Camino Frances gegangen sind. Dieser Weg hat uns damals so bewegt, dass ich darüber ein Büchlein „Jakobsweg für Manager“ geschrieben habe, was wiederum zahlreiche andere Pilger zu diesem Weg ermutigt hat, wie mir viele per Mail geschrieben haben. Warum ermutigt? Viele Menschen wollen pilgern, trauen es sich aber nicht zu. Nun bin ich ein völlig unsportlicher Mann in den 50ern, mit Übergewicht und paar gesundheitlichen Problem’chen. Und als ehemaliger CEO einer Firma wollte ich vor einigen …