gedanken, jakobsweg
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Warum denn bloß alleine reisen?

Oft werde ich gefragt warum ich gerne alleine reise. Gerade im Bezug auf den Jakobsweg ist das immer mal wieder Thema. Letztes Jahr war es so, dass ich, wirklich alleine gehen wollte. Ich wollte die Erfahrung machen, wie es ist, auf mich selber gestellt zu sein und mein eigenes Tempo vorzugeben. Und ich wollte mich alleine um meine sieben Sachen kümmern und lerne sehr gerne neue Leute kennen.

Alleine bist du frei, offen für Gespräche und neue Begegnungen – das genieße ich sehr!

Es gibt auf dem Jakobsweg sehr viele Leute, die auch alleine sind und die sich über Begleitung auf einer Wegstrecke freuen, manchmal werden daraus auch Tage und Wochen, das hängt alles davon ab, wie man das magst – aber, dass man 800km alleine ist, obwohl man sich Begleitung wünscht, habe ich auf dem Camino bis jetzt nicht erlebt. Meine Gruppe war letztes Jahr bunt gemischt und durcheinander.

Alleine reisen heißt mit sich sein

Die Konstellationen änderten sich öfters und so lief ich die ersten Tage mit 3 Medizinstudentinnen aus Australien, Kanada und London, später mit Mariah aus Australien und traf dann Leo aus Brasilien, der mich die meiste Zeit auf dem Weg begleitete. Mit dem Brasilianer, traf ich noch die liebe Mayra aus Mexiko und Josie aus Deutschland, bis sich auch diese Gruppe wieder trennte und sich eine Camino-Familie bildete mit meinem Lieblingsbrasilianer, dem wunderbaren Jorge aus Spanien, Mary aus NYC mit ihrer unglaublichen Lebensgeschichte und dem zweiten Brasilianer im Bunde: Rogerio. Mary aus NYC möchte ich besonders erwähnen, da sie uns mit ihrer Lebensgeschichte wahrlich in den Bann zog. Man könnte nicht nur einige Seiten dieses Blogs mit ihrer Geschichte füllen, sondern bestimmt auch das ein oder andere Buch. Lasst mich nur so viel sagen, dass Mary eine gute Bekannte Fidel Castros war und uns unter anderem von einigen lustigen Tanzabenden mit ihm erzählte.

Ihr seht also – auf dem Camino ist man nicht alleine.

Falls man sich dies aber wünscht, geht das auch ganz einfach – entweder ihr lasst euch zurückfallen oder zieht das Tempo an 🙂 (wobei meiner eigenen Erfahrung nach das Zurückfallenlassen die bessere Idee ist…).

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