Alle Artikel mit dem Schlagwort: camino de Santiago

Ich bin Hospitalera

Camino Francés, Herberge wird nicht verraten Wow! So schnell kann es gehen. Innerhalb von drei Jahren bin ich zur Pilgerin und anschließend zur Hospitalera geworden und darf nun offiziell als Herbergsmutter arbeiten. Alles ging schnell, einfach und zufällig (Camino-mäßig) sehr leicht. Nachdem ich letztes Wochenende noch den Kurs in Navacerrada besuchte, bin ich jetzt schon seit 3 Tagen in „meiner“ Herberge und empfange Leute aus aller Welt. Und was ich hier erleben durfte ist der Wahnsinn. Mal wieder! Aber so ist der Camino eben. Also kleiner Eindruck, seht ihr unten ein Video. Ich bat einen Pilger ein Lied über den Camino, Hoffnung und Glauben zu singen und ging mit ihm und 22 weiteren Pilgern nachts in die dunkle Kirche. Sein spontanes Lied, war einfach nur unglaublich schön und so einige Tränen flossen. Ganz viel Liebe vom Jakobsweg. ❤️ @Otto: Ganz lieben Dank für diese tolle kurze Begegnung heute und deine lieben Worte! Man sieht sich immer zweimal und erst recht auf dem Camino ☀️ Share this…FacebookPinterestTwitteremailPrint

Camino Tag 10: Das Ende

Finisterre, Kilometerstein 0 Wie der Camino so will, hatte ich das Glück mit meinen spanischen Pilgerfreunden mit dem Auto nach Finisterre zu fahren. Hier ist das Ende der Welt der Pilger, „Finisterre“ und somit das Ende des Caminos. Vor 11 Tagen hätte ich niemals geglaubt, was mir hier alles an Wunderbarem widerfahren ist. Ich habe beeindruckende, liebenswerte und ganz verschiedene Menschen kennen lernen dürfen. Besonders Jac, Peter, Candela, Víctor, die dänische Familie mit Sara, Ann und Tobias, Ginny, Marc, Simon, Ben, Anna, Carmen, Faby, Angela und Jorge und Jaime werde ich so schnell nicht vergessen. Aber auch alle anderen Pilger, auch diejenigen deren Namen man nicht kennt, mit denen man nur einen sehr kurzen Wegabschnitt geteilt hat, bleiben im ♥. Bestimmt ist das nicht das Ende all meiner Jakobswege, aber für die nächste Zeit ganz sicher…. Doch vielleicht wird bald der Camino ganz anders betrachtet, nicht als Pilger, sondern als Hospitalera. Wir werden sehen und allen ein siempre buen Camino! ☀ Share this…FacebookPinterestTwitteremailPrint

Camino Tag 4: Alles im Reinen

Fonfria nach Sarria, 28,5km Ich hatte einen wunderbaren Tag, mit ganz wunderbaren Menschen. Zwar hat es durchgehend geregnet, alles ist nass, aber der Camino hat mich wieder in seinem Bann. Es gibt so viele interessante Menschen hier auf dem Weg, mit bewegenden Geschichten. Bin wirklich dankbar, dass ich wieder hier sein darf 😊. An alle Leser alles ❤️ Share this…FacebookPinterestTwitteremailPrint

Camino Tag 2: Lime & Coconut

Pieros nach Las Herrerías, 26km Heute morgen ging es nach einem gemütlichen Frühstück mit meinen gestrigen Mitpilgern alleine weiter Richtung Villafranca del Bierzo. Bei dieser Strecke hatte ich vorletztes Jahr etwas geschummelt und ich war gespannt ob die heute Etappe tatsächlich etwa 15km neben der Fernstraße lang gehen würde. Und tatsächlich. Der Weg war asphaltig und steinig und ich bin echt dankbar, dass ich durch Zufall in einem kleinen Café am Weg Viktor aus Singapur und Peter aus der Slowakei wieder traf. Denn meine Motivation sank mit jedem Schritt. Letztendlich hatten wir drei, dank Viktors DJ-Künsten („You put the lime in the Coconut and drank them both up“…) einen sehr lustigen Tag zusammen und die Kilometer vergingen, trotz Fernverkehr und viel Asphalt, sehr schnell. Am Ende traf ich sogar Susi und Fermin wieder. Mit Fermin, Jorge, Leonardo und Rogerio bin ich 2017 den Camino Francés gelaufen. Dort hat Fermin als Pilger in der (kurz vorher eröffneten) Herberge „Casa Susi“ Susi getroffen, sich verliebt und ihr noch am selben Tag einen Heiratsantrag gemacht. Seit diesem Tag …

El Camino de las Estrellas

Gesagt, getan, gelaufen – Tipps für den „kurzen“ Jakobsweg

Tipps für einen 100km-Kurztripp bzw. eine Woche auf dem Jakobsweg Bei mir geht es nun fast los. Nicht mal in einer Woche ist es dann auch schon soweit. Und alles ist gepackt, geplant, und im Kopf wurden die knapp 200km schon mindestens 5 Mal gelaufen. „Camino numero tres me voy!“ Jakobsweg Nummero drei, ich komme und mache mich per Bus in wenigen Tagen auf den Weg von Madrid nach Castilla y León, genauer Ponferrada, um dann knapp 200km Richtung Santiago de Compostela zu laufen. Ideen für die Strecke. Dieser Blogpost ist jedoch für Vanessa, die fünf Tage auf dem Jakobsweg, Camino Francés, pilgern möchte. Und da ich denke, dass Vanessa nicht die einzige ist, die ein paar Fragen hat und der ich vielleicht ein bisschen bei der Planung helfen kann, habe ich mir gedacht, euch ein paar Camino-Ideen für einen kurzen Jakobsweg zu geben: Kurzstrecken/5-Tage/100km   Variante 1Pilgerfeeling(Meseta) Variante 2Pilgerfeeling(Rioja und Co) Variante 3Endspurt(Galizien) 1. Tag BurgosnachHornillos(21km) LogrononachNájera(29km) SarríanachPortomarin(23km) 2. Tag HornillosnachCastrojeriz (20km) NájeranachSt. Domingo de la Calzada (21km) PortomarinnachPalas de Rey (25km) 3. Tag …

Wo ist der „Flow“ wenn man ihn braucht?

Irgendwie wird das heute keine Oh wie schön ist-Folge, da Toledo und ich einfach nicht zusammen passen. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber gerade jetzt im Frühling, wo alles blüht, strahlt und lacht wird man eigentlich geradezu gezwungen glücklich zu sein 💐. Strahlender Sonnenschein, Vögelgezwitscher und das erste leckere Eis sind eine der Gründe die einen so richtig glücklich machen sollten. Funktioniert aber nicht. Jedenfalls nicht immer! Das Gefühl „im Flow“ zu sein, ist etwas ganz anderes. Das ist ein Gefühl wie „unangestrengt in Honig zu schwimmen“, eine passendere Metapher fällt mir nicht ein. „Im Flow“ heißt für mich nämlich nicht, dass alles einfach einfach und leicht ist. Sondern das Gefühl von „getragen werden“ ohne etwas dafür tun zu müssen. Wenn du einmal dieses Gefühl hattest, weißt du sicher was ich meine. Doch wo ist der Flow? Und wie komme ich wieder auf die Welle? Ich weiß es nicht?! Ich weiß nur, wann ich das letzte mal im Flow war. Und damit meine ich so richtig! Ich meine nicht, die einzelnen glücklichen Momente …

Oh wie schön ist – Salamanca!

❤️-liche Grüße aus dem wunderschönen und sommerwarmen Salamanca. Während wir bei Café con leche am Plaza Mayor sitzen und leckere Churros in tiefschwarze Schoki tunken, habe ich die ersten Pilger entdeckt, die auf der Vía de la Plata, dem Jakobsweg durch Spanien, unterwegs sind. Die Vía de la Plata führt von Sevilla, also Andalusien, über Salamanca nach Astorga, von wo es auf dem Camino Francés nach Santiago geht. Und obwohl man durch schöne Städte pilgern kann, ist die Vía de la Plata eine der am wenigsten frequentierten Jakobswege nach Santiago. Das liegt zu einem an der weiten Strecke und zu anderem an den weniger schönen Wegen. Doch wir sind ausnahmsweise mal nicht als Pilger unterwegs, sondern besuchen nur Salamanca. Leider können wir deshalb nicht in der hübschen Herberge am Garten „Calixto y Melibea“ schlafen, der allein schon durch seine Berühmtheit aufgrund der „Tragicomedia La Celestina“ sehenswert ist. Aber nicht nur der Garten ist berühmt. Am berühmtesten ist Salamanca natürlich für seine Universität! Wusstet ihr, das man auf dem alten Portal den Frosch finden muss, um …

Oh wie schön ist – El Escorial!

Soo, da nun die ersten Pläne für meine Caminos in 2019 getroffen wurden (und ich rede tatsächlich im Plural, da es höchstwahrscheinlich dieses Jahr 8 Wochen auf zwei verschiedene Jakobsweg geht), muss sich natürlich auch eingelaufen werden. Und hier eignet sich die schöne hügelige Landschaft rund um Madrid perfekt. Gestartet sind wir in dem kleinen, aber sehr berühmten Örtchen „El Escorial“, welches im Zug von Madrid/Atocha etwa in 40Minuten erreicht werden kann. Tatsächlich merkt man jedoch unglaublich schnell, wenn man seine Camino-Schuhe das letzte halbe Jahr im Schrank vergessen hat :). Wir waren wirklich aus der Puste als wir an der Spitze des Berges ankamen und einen wunderschönen Blick über El Escorial hatten. Rechts im Bild sieht man das „Monasterio San Lorenzo de El Escorial“, welches UNESCO-Weltkulturerbe ist und von einem Schüler Michelangelos entworfen wurde. Der größte Renaissancebau der Welt besticht jedoch nicht nur durch seine Grundfläche von 33.000m², sondern auch durch seine wunderschönen Fassaden. Aber uns ging es vorallem um die schöne Landschaft und darum endlich mal aus der hektischen Stadt Madrid herauszukommen und …